Monthly Archives: October 2008

ifo Geschäftsklimaindex im Oktober deutlich gesunken

© ifo Institut für Wirtschaftsforschung e.V.

Der Geschäftsklimaindex des Münchner ifo Instituts für Wirtschaftsforschung fiel im Oktober überraschend deutlich von 92,9 Punkten im September auf 90,2 Punkte. Der ifo-Index, der im Oktober zum fünften Mal (seit Juni 2008) in Folge nachgab, gilt als wichtigster Frühindikator der deutschen Wirtschaft. Monatlich befragt das ifo Institut rund 7000 Unternehmen.

Horst Seehofer – neuer Bayrischer Ministerpräsident

Seit heute, 27. Oktober 2008, ist der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer neuer bayerischer Ministerpräsident. Der Bayerische Landtag wählte den bisherigen Bundeslandwirt- schaftsminister zum Nachfolger des zurückge- tretenen Günther Beckstein. Mit 104 von 184 (vier Stimmen weniger als die Koalitionsparteien CSU und FDP auf sich vereinen) anwesenden Abgeordneten wurde Seehofer zum Ministerpräsidenten des Freistaats Bayern gewählt. Am gleichen Tag war Seehofer zuvor bereits aus dem Amt des Bundesministers für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz entlassen worden.

Literaturpapst Reich-Ranicki: «Ich nehme diesen “Breiz” nicht an!»

Eklat – starkes Aufsehen erregender Vorfall oder spricht hier mal endlich einer klare Worte? Nun, es ist doch Wahres daran, dass der intellektuelle Literatur- kritiker Marcel Reich-Ranicki in einer geistig anderen “Liga spielt”, als die vielen vor ihm in der Verleihungsfeier geehrten Preisträger. ……….. Continue reading

Schwarzer Freitag? Kein Ende der Börsenpanik

Ölpreise sinken auf Jahrestief – der Börsencrash löst Flucht in den Franken aus.
Am heutigen Freitag, 10. Oktober 2008, war der freie Fall der Aktienkurse rund um den Globus angesagt: Der DAX brach zeitweise um mehr als zehn Prozent ein. Zwischendurch erholte er sich wieder und zum Handelsschluss verlor er etwa sieben Prozent. Mehrere Finanzplätze setzten den Handel aus. Der Nikkei erlitt den drittgrößten Tagesverlust seiner Geschichte. Die Wall Street sorgte zum Handelsstart nur kurzzeitig für einen Hoffnungsschimmer, indem der Leitindex Dow Jones zeitweise in die Gewinnzone drehte, verlor dann aber wieder.
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Konzertierte Leitzinssenkung von sieben Notenbanken

Sieben Notenbanken setzen mit der Senkung des Leitzinses ein gemeinsames Zeichen: Die Zentralbanken in den USA, Großbritannien und der Eurozone haben die Leitzinsen um jeweils 50 Basispunkte zurückgenommen. Damit beläuft sich der Zinssatz der Fed nun auf 1,5 Prozent, der Bank of England auf 4,5 Prozent und der EZB auf 3,75 Prozent. Auch die Schweizerische Nationalbank beteiligt sich an der beispiellosen Aktion im Kampf gegen die Finanzkrise, die SNB peilt einen Leitzins von 2,5 Prozent an.
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Gerät die (Finanz-) WELT aus den Fugen?

Wirtschaftskollaps: Ein Staat kann (doch) nicht bankrott gehen – oder (doch)? Finanzkrise: Island steht am Abgrund “Die Lage ist ernst”, Zitat Angela Merkel. Eine solche Situation sei “so noch nie dagewesen“. Als Lehre aus den Bankentubulenzen hat Kanzlerin Angela Merkel ein neues Krisenmanagement für die Finanzbranche gefordert. Bush fordert internationale Zusammenarbeit in Finanzkrise. Es gehe darum, mit welchen Maßnahmen die Märkte stabilisiert werden könnten und wie die Zusammenarbeit der Staaten intensiviert werden könne. Hiobsbotschaft des Internationalen Währungsfonds: IWF rechnet mit 1,4 Billionen Dollar Verlusten durch Finanzkrise. Seither sind die US-Börsen dunkelrot. Trotz Unterstützung durch die US-Notenbank haben die US-Börsen den fünften Tag in Folge schwere Verluste erlitten. Der Dow-Jones-Index verlor mehr als 500 Punkte und endete 5,11 Prozent tiefer bei 9447,11 Zählern. Der deutsche Aktienmarkt hat sich erneut mit Verlusten aus dem Handel verabschiedet. Der DAX ging mit 5326 Zählern aus dem Handel. Das war der tiefste Schlussstand seit Dezember 2005. Der Kurs des Euro ist leicht gefallen. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,3632 Dollar fest. BERG- UND TALFAHRT: Dax schließt im Minus. EU-Staaten wollen Pleiten von großen Banken verhindern. Alle 27 EU-Staaten einig über jeweilige Stützung der Banken. Die Mindestsätze der nationalen Einlagensicherungssysteme sollen von bisher 20 000 Euro auf 50 000 steigen. Mitgliedstaaten soll freigestellt werden, bis zu 100 000 Euro zu gehen. Die EU-Staaten behalten sich vor, bei Bankenrettungen in die Bezahlung von Topmanagern einzugreifen.

US-Rettungsplan unter Dach & Fach

Großes Aufatmen in den USA, Erleichterung für Washington und die Finanz- märkte in aller Welt: Der 700 Milliarden Dollar schwere US-Rettungsplan für den amerikanischen Finanzsektor ist genehmigt. Es war ein dramatisches Tauziehen. Ein erster Entwurf war am Montag im Abgeordnetenhaus haupt- sächlich am Widerstand konservativer Parlamentarier gescheitert. Nach dem Senat stimmte auch das Abgeordnetenhaus dem Paket zu, mit dem der eingefrorene Kreditfluss der Banken wieder in Gang gesetzt. Damit kann US-Präsident George W. Bush das Gesetz unterzeichnen. Der Charging Bull in der Wall Street steht als Zeichen für börslichen Optimismus, der nun hoffentlich wieder zurückkehren wird.