Kaum ein Jahr alt, bekommt der legendäre Knut, der Eisbär des Berliner Zoos, einen Auftrag zum «Hollywood- Star» – eine gute Woche später kündigt der Nürnberger Tiergarten einen zweiten «Knut» an.

Der bislang noch namenlose Nachwuchs von Eisbärin Vera, ein Mädchen, wurde am Dienstag, 8. Januar 2008 laut Nürnberger Tiergarten von seiner Mutter getrennt, denn “die Eisbärin schien die Geburtshöhle als nicht mehr sicher genug für ihren Nachwuchs zu empfinden und trug das Junge wiederholt ins Freie.” Man entschließt sich zur Handaufzucht des Eisbärenjungtiers. Das vier Wochen alte Eisbärbaby wiegt etwa 2000 Gramm, die Handaufzucht ist nicht ganz unproblematisch – die Überlebenschancen liegen bei einer Quote von 50 Prozent. Unter www.eisbaer.nuernberg.de hat die Stadt Nürnberg dem Eisbärbaby eine eigene Website aufgeschaltet, über welche ein passender Name gesucht wird – diese wurde so gut besucht, dass der Server der Stadt wegen Überlastung für mehrere Stunden lahmgelegt wurde.
Bevor Knut als Filmstar in Hollywood im letzten Jahr spruchreif wurde, informierten die Medien darüber, dass am 6. März 2008 der Streifen «Knut und seine Freunde» im Kino laufen wird. Gemäß Angaben des Berliner Unternehmens «farbfilm verleih» wird dies ein Mix aus Dokumentation und fiktionalen Geschichte sein. Es werden Bilder vom Aufwachsen Knuts, eine Eisbärfamilie aus der Arktis und zwei Braunbärenkinder aus Weißrussland in dem Film gezeigt werden.
Bleibt jedem unbenommen, über diese Art der Vermarktung von Eisbären zu denken.