Das Fähnchen steht auf gelb. Der Ex-Grüne Oswald Metzger ist morgen, am Sonntag, 13. Januar 2008 beim Neujahrsempfang der Saar-Liberalen eingeladen.

Die Ankündigung, dass Metzger am 13. Januar in Lebach als Gastredner bei der saarländischen FDP-Landtagsfraktion sprechen werde, war bereits seit Ende November des letzten Jahres, mit dem Austritt des Finanzexperten bekannt. Nach beinahe 21 Jahren bei den Grünen verließ der baden-württembergische Grünen-Rebell Oswald Metzger am 27. November 2007 seine Partei. Der 52-Jährige Politiker aus Biberach hatte seine Partei bereits vor Wochen vor einem Linksruck gewarnt und mit seinem Rückzug gedroht.

Eine Äußerung Metzgers in einem Interview vom 20. November 2007 war Auslöser für die Eskalation “…Sozialhilfeempfänger werden keineswegs schöpferisch aktiv. Viele sehen ihren Lebenssinn darin, Kohlehydrate oder Alkohol in sich hinein zu stopfen, vor dem Fernseher zu sitzen und das Gleiche den eigenen Kindern angedeihen zu lassen. …“. Namhafte Grüne forderten eine Entschuldigung. Auf dem Kongress rügte ihn Parteichef Reinhard Bütikofer: “Ich halte es nicht für gut, auf den Gefühlen Benachteiligter herumzutrampeln.” Er forderte nicht denParteiaustritt, sondern dass Metzger seinen Fehler zugeben sollte: “Ich gehöre nicht zu denen, die sagen: Oswald geh’, sondern ich sage: Oswald geh’ in Dich!” Am 25. November 2007 erhielt der in seiner Partei heftig umstrittene Grünen-Politiker aus der CDU ein öffentliches Angebot zum Parteiwechsel.

1974 bis 1979 SPD – 1987 bis 2007 Bündnis90/Die Grünen – Ende des Jahres schaute sich der frühere Grünen-Politiker aktiv nach einer neuen Partei um; bis Ostern wird man wissen, wohin es ihn wehen wird.