Discdogging

Der Frisbee-Erfinder Richard Knerr ist im Alter von 82 Jahren in Arcadia (Kalifornien) gestorben.

Wie die «New York Times» berichtet, erlag er den Folgen eines Schlaganfalls. Zusammen mit seinem Freund Arthur Melin hatte Knerr in den 50er Jahren durch die Gründung seiner Spielzeugfirma Wham-O Millionen von Kinder durch billiges Plastikspielzeug beglückt: bunte Hula-Hoop-Reifen und Frisbee-Scheiben waren der absolute Hit.

Der Name der Frisbee-Scheibe läßt sich historisch auf den Firmennamens “Frisbie Pie Company” zurückführen, eine amerikanische Bäckerei, bei welcher man unter anderem hausgemachte Torten und Kekse in runden Kuchenblechen (Pie-Tins) kaufen konnte. Schon bald entstand daraus bei den Kindern ein Spiel mit den Kuchenblechen, die als Wurfgeschosse geschleudert wurden. Da diese Scheiben nur begrenzt gute Flugeigenschaften aufwiesen, tüftelte alsbald Walter Frederik Morrison an der Form der Bleche und entwickelte Flugobjekte, die “Pluto Platte“, die mit dem heutigen Frisbee bereits eine große Ähnlichkeit hatte. 1957 wurden die ersten Plastikflugscheiben unter dem Namen “Frisbee” durch Wham-O als großer Verkaufsschlager vertrieben.
Im Übrigen kann man noch heute das Original-Frisbie-Blech bei Ebay zwischen 25 und 50 Dollar ersteigern. Doch man ist sich nicht ganz einig, ob es nun ursprünglich wirklich die Tortenbleche oder nicht etwa die Keksdeckel gewesen waren, die man sich vor dem losschleudern mit dem Wort “Frisbie” zuwarf.
Inzwischen haben sich mehrere anerkannte Frisbee-Sportarten entwickelt, u.a. gibt es diese Disziplin unter der Bezeichnung “Discdogging” auch für Hunde!

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