Lauft, Gedanken, lauft

« Ein Plädoyer fürs Joggen – und vielleicht der nachhaltige Vorsatz, nächstes Jahr endlich wieder damit zu beginnen…:
Text vom 24.10.04, abgelegt im Thema Reloaded *

running I

Ich gehe aus dem Haus.
Ich überquere die Strasse, vorbei am Bushäuschen mit wartenden Menschen ohne Gesichtern, an deren Armen schwere Aktentaschen hängen.

Erst auf der leicht abfallenden Quartierstrasse beginne ich zu traben. Die dünne Laufhose wärmt meine Waden, die neuen Schuhe scheinen gut zu meinen Füssen zu passen.

Erst jetzt setze ich mir die Ziele für den heutigen Lauf.

running II

Locker laufen. Schwerelosigkeit suchen.
Nicht die Runde, die ich kenne.
Keine Zeitvergleiche.

Blick ins Innere und voraus:
Neue Bilder, neue Wege. »
[…]

Und es geht weiter bei THINKABOUT, der diese präszise formulierten Gedanken sein geistiges Eigentum nennen darf.
Ich laufe oft. Manchmal jeden zweiten Tag. Wie oft habe ich solche und ähnliche Gedanken während des Laufens, doch ich habe bislang nirgendwo diese Gedanken so präzise formuliert gelesen.

Ja, es ist wunderbar, wenn man dann triefend vor Schweiß zuhause ankommt. Dieses Gefühl. Man spürt den Pulsschlag. Und das erlösende Gefühl, wenn man dann unter der Dusche steht – einfach unbeschreiblich! Man hat wieder etwas für SICH getan!

Es ist erwiesen, dass während des Joggens sämtliche Gedanken nach und nach in Ordnung gebracht werden. Es läuft ein regelrechter Gedankenfilm ab. Kopfkino. Oft tauchen die besten Gedanken für Lösungsansätze, egal welcher Art, genau dann auf!

Und es ist ebenso erwiesen, dass durch das Joggen, welches die Zeit von 30 Minuten übersteigt, eine regelrechte Kaskade an Glückshormonen ausgeschieden wird. Es tut unendlich gut. Danach ist man völlig relaxed, entspannt und sämtliche Akkus sind voll aufgeladen!

Bei meinen regelmäßigen Joggingeinheiten werde ich immer von meinem treuen, edlen Ritter begleitet. Wir laufen im Team und sind beide seit langem synchron aufeinander abgestimmt. Running makes the DOBe (also) happy.