Sonnensystem

Ein besonderer Tag, der sich nur alle vier Jahre wiederholt – der 29. Februar 2008, ein zusätzlicher Schaltjahrtag. Für das Schaltjahr gelten die drei nachfolgenden altgorithmischen Regeln: Alle Jahre, die durch 4 ohne Rest teilbar sind, sind Schaltjahre. Alle Jahre, die durch 100 ohne Rest teilbar sind, sind keine Schaltjahre. Alle Jahre, die durch 400 ohne Rest teilbar sind, sind wiederum Schaltjahre. ….

Doch was hat das mit dem Schaltjahr auf sich? Weswegen wird alle vier Jahre dieser zusätzliche Tag im Februar eingebaut?
Die Astronomie liefert hierfür eine Erklärung:
Man bezieht sich auf die Definition eines Jahres, also die Zeit, welche die Erde braucht, um auf ihrer Bahn einmal die Sonne zu umrunden. Das sind in einem normalen Jahr 365 Tage, in einem Schaltjahr wird ein Tag dazugezählt, also 366 Tage. Ein Tag läßt sich in die nächst kleinere Einheit, 24 Stunden aufteilen, dies ist wiederum die Zeitspanne, in der sich die Erde einmal ganz um die eigene Achse dreht. Nun ist es so, dass ein Jahr für den Umlauf um die Sonne nicht eine glatte Anzahl an Tagen ausmacht; exakt benötigt die Erde für einen Umlauf um die Sonne 365,2424 Tage, also fünf Stunden, 49 Minuten und drei Sekunden mehr als ein Kalenderjahr.

Um nun möglichst exakt an diesen Wert anzunähern, wird ein mathematischer Algorithmus benötigt. Bereits 46 vor Christus stellte Julius Cäsar, nach dessen Namen auch der Julianische Kalender benannt wurde, die Regel auf, dass alle vier Jahre ein Schaltjahr eingeführt werden muss. Daraus resultiert eine Jahresdauer von 365,25 Tagen, also relativ genau am oben genannten Wert, aber noch nicht ganz exakt.

Von Papst Gregor XIII. wurde 1582 dann durch seine Regelung der Säkularjahre (1800, 1900 und 2100 keine Schaltjahre, die Säkularjahre 2000, 2400 und 2800 hingegen schon), eine relative Genauigkeit von 365,2425 Tage erreicht. Grundlage unseres Gregorianischen Kalenders sind die drei oben benannten algortithmischen Regeln. Wer eine ganz einfache Erklärung dieser Zusammenhänge sucht, schaut einfach bei der MAUS.