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Die Rekordniveaus von Mitte März sind “Schnee von gestern”. Das neue Rekordhoch des Euro wurde heute kurzfristig erreicht, als die Gemeinschaftswährung am späten Nachmittag 1,6002 Dollar notierte. Experten prognostizieren für die aller nächste Zukunft sogar einen weiteren Anstieg, der sich durchaus im Bereich von 1.65 Dollar bewegen könnte. Was deutschen Industriebossen dicke Sorgenfalten ins Gesicht zaubert, sehen die Nutznießer des starken Euro mit einem enspannten und milden Lächeln – dies sind US-Unternehmen mit einem starken Geschäft in Europa. Beispielsweise berichtete McDonald’s, dass im ersten Quartal der Gewinn um 24 Prozent auf 946 Millionen Dollar (593 Millionen Euro) gestiegen sei.

Naturgemäß in der Welt der Ökononie – führt das komplizierte Wechselspiel der Dollar-Schwäche dazu, dass der Ölpreis dadurch immer weiter in die Höhe schnellt: […] “Für ein Fass (159 Liter) des texanisches Leichtöl der Sorte WTI wurden bis zu 118,45 Dollar gezahlt, für das Fass der Nordseesorte Brent bis zu 115,53 Dollar.” […]
Dies hängt mit der Nachfrage der Ölexporteure im Nahen Osten und den östlichen Ländern zusammen, die dann mehr Waren aus der EUROzone als den USA importieren, denn diese Länder verlieren an Kaufkraft, wenn der Dollar im Vergleich zum Euro schwächer wird. Um diesen Verlust auszugleichen, wird das Öl zu höheren Preisen verkauft – es entsteht somit eine Spirale.
Gleichzeitig bewirkt der angestiegene Ölpreis, dass das US-Handelsbilanzdefizit hoch bleibt und dies führt tendenziell zu einem Abwertungdruck des Dollar.

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