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Der Streik der deutschen Milchbauern weitet sich massiv aus; Milchbauern anderer europäischen Länder schließen sich den tausenden Streikenden an. Voraus gegangen war der Aufruf des Bundesverbandes der Milchviehhalter (BDM), welcher nach Presseberichten zum Lieferboykott der Landwirte gegenüber ihren deutschen Molkereien aufrief; zwischenzeitlich existiert bereits eine separate Website, welche aktuelle Informationen zum Lieferstopp bietet.

Mit dem Lieferboykott protestieren die Bauern gegen den Preisverfall der Milch. Doch laut Angaben des Milchindustrieverbandes (MIV) wird dies keine große Auswirkungen haben. Mit der so genannten „Verwertung im eigenen Betrieb“, liefern die Bauern NICHT an die Molkereien, sondern verfüttern die produzierte Milch an Schweine und Kälber – oder kippen sie in die Gülle oder verwerten sie als Dünger auf den Feldern.
Der Verband fordert von den Molkereien, die Preise um rund ein Drittel auf 43 Cent pro Liter zu erhöhen. Dem Verband gehören nach eigenen Angaben 32.000 Milchbauern an, die täglich 35.000 Tonnen Milch oder 45 Prozent der deutschen Milchproduktion erzeugen. Der Lieferstopp soll so lange fortgesetzt werden, bis der Milchindustrie- und der Genossenschaftsverband einlenken.