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Die größte unabhängige börsennotierte Hypotheken- und Bausparbank IndyMac ist zusammengebrochen. Mit dem Crash der kalifornischen, in Pasadena ansässigen Bank führt die US-Immobilienkrise zur größten Bankenkrise seit 1984 und erreicht damit einen neuen Höhepunkt.

Über einen Zettel -an der Eingangstüre- mit dem sinngemäßen Hinweis: “Wegen Geldproblemen geschlossen” wurden die Kunden über den Zusammenbruch informiert; das Institut IndyMac war einer der größten Immobilienkreditgeber des Landes. Die Bankenaufsichtsbehörde teilte am Freitagabend (Ortszeit) mit, dass die staatliche Einlagensicherungsbehöre (FDIC) die Kontrolle über IndyMac übernimmt. Gemäß FDIC ist dies nun der größte US-Banken-Crash seit dem Kollaps der der Continental Illinois National Bank, der fünfte Zusammenbruch eines Bankinstituts im Jahr 2008. Laut Branchenkenner ist noch kein Ende abzusehen; es wird mit zahlreichen weiteren Pleiten gerechnet.
Die Aufsichtsbehörde erklärte, Indymac sei aufgrund einer Liquiditätskrise zusammengebrochen. […] “Über die Einlagensicherung werden in den USA Guthaben bis zu 100.000 Dollar je Person abgedeckt. Die FDIC rechnet mit einer Belastung von vier bis acht Milliarden Dollar.

Um die Hundertausend verschuldeten Hausbesitzer zu unterstützen, hat der US-Senat ein Hilfspaket im Umfang von 300 Milliarden Dollar beschlossen. Mittelpunkt des Gesetzesentwurfes ist ein Milliardenfonds, dieser soll nun zur weiteren Beratung an das Repräsentantenhaus gehen. Etwa 400’000 finanziell angeschlagene Eigenheimbesitzern soll damit geholfen werden, indem die Immobilienkredite in festverzinsliche Hypotheken mit 30-jähriger Laufzeit umgewandelt werden. US-Präsident Bush drohte mit seinem Veto, falls die Kosten für das Paket nicht gesenkt werden.