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„People of Berlin! People of the world!“, so leitete Obama seine Kernaussagen immer wieder ein. Gestern Abend glich die “Barack-Parade” des demokratischen US-Präsidentschaftsbewerbers eher einem privaten Massenevent – 200 000 Menschen waren zur Rede Obamas an die Berliner Siegessäule gekommen.

«Obamas Dramaturgen lassen das Publikum warten, die Spannung steigt. Um 19:21 schreitet Obama langsam von der Siegessäule auf die applaudierende Menge zu, den Blick auf das Brandenburger Tor gerichtet. Es sind Bilder, die dem amerikanischen Fernsehpublikum sagen sollen: Seht her, man kann uns auch mögen im Ausland.»

Alles war Friede, Freude, Eierkuchen – Barack Obama durfte sich in Berlin keinen Fehler erlauben. Seine Redenschreiber lösten das Dilemma, indem sie ihm einen Slalom um alle strittigen Punkte verfassten. Auf Obamas Webite wurde alles minutiös vorbereitet, ein absolut interessant gestaltetes Plaktat sollte ein großes Berliner Publikum auf die “Parade” locken. Eventuell wird sich Obama heute Vormittag noch ein paar Sehenswürdigkeiten in Berlin ansehen, bevor es zur Abreise um kurz nach 12.00 nach Paris geht.