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Am 8. Januar 2009 wurde bekannt, dass der staatliche Bankenfonds SoFFin der Commerzbank kurz vor dem Vollzug der Dresdner-Bank-Übernahme eine weitere Kapitalspritze von zehn Milliarden Euro zur Verfügung stellt und dafür 25 Prozent plus eine Aktie an der Commerzbank übernimmt.

Zum ersten Mal in der Krise hat auch Deutschland eine private Bank teilverstaatlicht: Der staatliche Bankenfonds Soffin gibt der Commerzbank nun insgesamt 18,2 Mrd. Euro, damit der kurz vor dem Abschluss stehende Kauf der Dresdner Bank und weitere Belastungen aus faulen Kreditpapieren abzusichert werden können. Im Gegenzug wird der Bund größter Einzelaktionär der zweitgrößten deutschen Bank mit 25 Prozent plus einer Aktie.

Die Commerzbank ist somit die erste deutsche Bank, die nicht nur Hilfe vom Staat annimmt, sondern obendrein auch zu einem Viertel verstaatlicht wird. Doch das ist bereits das zweite Mal, dass diese Bank verstaatlicht wird: bereits vor 77 Jahren, während der internationalen Bankenkrise lagen vorübergehend 70 Prozent der Commerzbank-Aktien beim Deutschen Reich und der Reichsbank. Ist das der neue Sozialismus?