Tags

© Statistische Bundesamt in Wiesbaden

© Statistische Bundesamt in Wiesbaden

Die heute veröffentlichten Werte des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden weisen eine eindeutig  positive Tendenz der deutschen Wirtschaft auf: Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) – preis-, saison- und kalenderbereinigt – war im zweiten Vierteljahr 2009 um 0,3% höher als im Vor- quartal.

.
.

© Statistische Bundesamt in Wiesbaden

© Statistische Bundesamt in Wiesbaden

Laut Ökonomen ist somit der Rezession ein Ende gesetzt. Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer sprach davon, dass die Wirtschaft im dritten Quartal wieder Fahrt aufnehmen werde, dies u.a. auch Dank des Exportes, der zum Wachstumsmotor werde. Damit hat sich die Wirtschaft schneller erholt als Experten erwarteten; viele Volkswirte hatten einen weiteren Rückgang des BIP prognostiziert. Zugleich fiel der Absturz im ersten Quartal mit minus 3,5 Prozent deutlich schwächer aus als erwartet. Zum Wachstum trugen der private Verbrauch, die staatlichen Konsumausgaben sowie die Bauinvestitionen bei. Laut dpa-Meldung würden die milliardenschweren Konjunkturprogramme der Bundesregierung Wirkung zeigen.

Damit sei der Konjunktureinbruch im Euroland nahezu gestoppt; dies Dank der beiden Schwergewichte Deutschland und Frankreich. Die europäische Statistikbehörde Eurostat in Luxemburg teilte mit, dass im zweiten Quartal das Bruttoinlandsprodukt im Vergleich zum Vorquartal insgesamt nur noch um 0,1 Prozent schrumpfte. Das BIP der beiden Länder Deutschland und Frankreich hingegen legte um 0,3 Prozent zu. Das stärksten Wirtschaftswachstum wies die Slowakei mit 2,2 Prozent auf. Das größte Minus (12,3 Prozent) gab es in Litauen.