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Lange Überlegungen haben mich nun doch dazu bewogen, ebenfalls ein paar Statements, Randnotizen und comments zur vergangenen Bundestagswahl von letztem Sonntags, 27. September 2009 zusammenzutragen. Müßig deshalb, weil halbwegs jeder, der sich keine schwarze Brille aufzog oder Ohropax eingestöpselt hatte, via Medien bereits im Voraus das Ergebnis erahnte. Jetzt lesen wir wiederum an allen Ecken und Enden überall die Nachwehen dieser Wahl. Nun, die historisch niedrige Wahlbeteiligung von 71% hätte beispielsweise über eine Online-Wahl um immerhin 6% auf 77% angehoben werden können. Dies finde ich allerdings immer noch ein beschämendes, besser noch, ein für die Politiker aufschreiendes Ergebnis, welches doch zum Nachdenken anstoßen sollte. 29.19% – nahezu ein Drittel. Die Nichtwähler haben eine eindeutige Sprache gesprochen. Geht die Politik weg vom Volk? Wird dies von den Parteien überhaupt (noch) wahrgenommen?
Schwarz-Gelb soll’s nun richten. Dabei waren doch die Piraten, die Nichtwähler und auch Twitter interessant. Nachfolgend die Grafiken, wie sie auf REGIERUNGonline zu finden sind:

Bundestagswahl-ErstStimme

Bundestagswahl-ZweitStimmeBundestagswahl-Sitzverteilung

Die Linke legte “merklich” (Merkel?) zu –  Sollte dies der letzte Sieg der Unionsparteien sein?

Unter der Überschrift „Merkels CDU steuert ins Vakuum“ analysiert der Politologe Franz Walter die Lage der CDU zwar grundsätzlich korrekt, läßt aber (erwartungsgemäß) die notwendigen Schlußfolgerungen vermissen. Denn das Problem der Union ist nicht der gesellschaftliche Wandel oder mangelnde Modernität, sondern die Machtbesessenheit, der Opportunismus und die Pflichtvergessenheit ihrer Führung gegenüber jenen, deren Interessen sie vorgibt zu vertreten. Ohne Rückbesinnung auf konservative Werte, die nicht nur identitätsstiftend sind, sondern für den Zusammenhalt der Gesellschaft unerläßlich, wird der schwarz-gelbe Wahlsieg vom Sonntag auch angesichts einer erstarkenden Linken der letzte der Unionsparteien sein.

Das Volk hat seine Stimme abgegeben. Wir werden sehen, wohin der Kurs der Politiker führen wird. Regierung und Opposition, die sich nun neu formieren werden, werden diesen vorgeben. Selbst die verfemte Ypsilanti wird wieder rehabilitiert. Lassen wir uns überraschen, was sonst noch “aufgefahren” wird. Hier in Frankreich kann man das Ganze entspannt aus der Ferne betrachten…

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