Aus dem heute veröffentlichten, 126 Seiten starken “Monatsbericht Januar 2010” der Deutschen Bundesbank für 2010 und 2011 geht hervor, dass sich die deutsche Wirtschaft weiterhin auf Erholungskurs befindet. Die Grundtendenz dieser Entwickung kann als “Erholung mit vermindertem Schwung” bezeichnet werden.

2009 war die Wirtschaftsleistung in Deutschland um 5,0 Prozent eingebrochen. Dennoch hielten die außenwirtschafliche Impulse an, andererseits waren die Einflüsse der Binnenwirtschaft zurückbleibend, was zu einem Rückgang des privaten Konsums führte. Kraftfahrzeugzulassungen waren beispielsweise rückläufig, Einzelhandelsumsätze eher schwach.

Auch die Sachkapitalbildung gab keine wesentlichen Anstöße, die positiven Beiträge des Lagerzyklus dürften merklich nachgelassen haben. Die Aufträge stiegen nicht weiter, die Einfuhren sanken und mittelfristigen Geschäftserwartungen lassen vermuten, dass die Nachfrageverluste hervorgerufen durch das Auslaufen der staatlichen Umweltprämie, für die Industrie künftig nicht vollständig ausgeglichen werden.

Nichtdestotrotz scheint sich der Erholungsprozess weiter zu verbessern, denn die Exporterwartungen und die zunehmenden Bestellungen in den nicht direkt mit der Automobilfertigung zusammenhängenden Teilen scheinen im Kern intakt zu sein.