Gemäß destatis, (Statistisches Bundesamt in Wiesbaden) ist die Inflationsrate im März 2010 auf den höchsten Wert seit über einem Jahr gestiegen. Preistreiber hierfür waren vor allem die Energiepreise. Ebenso verteuerten sich die Preise für bestimmte Nahrungsmittel.

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Trotz des verstärkten Preisauftriebes ist der für die Geldpolitik wichtige Schwellenwert von 2% noch weiterhin unterschritten. Hier die Preisentwicklungen im Einzelnen:

Mit einem Zuwachs von +4,0% gegenüber dem Vorjahr zogen die Preise für Energie an; bei den Mineralölprodukten wirkte sich der Preisanstieg vom März diesen Jahres im Vergleich zum Vorjahr besonders stark auf die Jahresteuerungsrate aus:
+21,8%; davon leichtes Heizöl: +32,1%; Kraftstoffe: +19,4%
Der Strom verteuerte sich binnen Jahresfrist um +3,0%, allerdings gingen die Preise für Gas sowie für Umlagen für Zentralheizung und Fernwärme deutlich zurück.

Auch die Preise für Nahrungsmittel lagen erstmals seit März 2009 wieder über dem Vorjahresniveau (+0,3%). Verteuert hatten sich vor allem Gemüse sowie Speisefette und -öle (jeweils +4,8%; darunter Kopf- und Eisbergsalat: +35,1%; Tomaten: + 24,4%; Paprika: +19,9% sowie Butter: +14,6%). Für Fisch und Fischwaren mussten die Verbraucher deutlich tiefer in die Tasche greifen (+4,0%; darunter frischer Fisch im Anschnitt: +6,0%; frisches Fischfilet: +4,5%). Dafür blieben vor allem Molkereiprodukte günstiger (-3,0%; darunter Schnittkäse: -7,6%; Hartkäse: -6,3%; H-Milch: -2,8%). Auffällig waren im Jahresvergleich die gegenläufigen Preisentwicklungen bei den Süßwaren für Zucker (-12,1%) und Bienenhonig (+11,4%).

Dennoch geht das DIW Berlin für dieses und für das kommende Jahr nur von einer sehr mäßigen Preissteigerung aus. “Die Verbraucherpreise sind seit Jahresbeginn wieder leicht gestiegen, was auf einen Zuwachs der Energie- und Lebensmittelpreise zurückzuführen ist. Trotz dieser Tendenz erwarten die DIW-Ökonomen nur moderate Teuerungsraten von knapp einem Prozent in diesem und etwas mehr als einem Prozent im nächsten Jahr. Dämpfend wirkt sich aus, dass viele Kapazitäten noch unterausgelastet sind. Zudem geht von den Lohnabschlüssen kein Kostendruck aus. Preistreibende Effekte sind vorerst nur von den Energie- und Rohstoffmärkten zu erwarten.