“Es ist meine Pflicht, zurückzutreten” – Frankreichs Verbandspräsident Präsident Jean-Pierre Escalettes demissioniert nach dem WM-Chaos. Die Fußball-Geschichte ist in Kürze erzählt »..
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Les Bleus“, die Equipe Tricolore, Ex-Weltmeister von 1998, gelang die Hürde der Vorrundenspiele nicht, sie scheiterte unter skandalösen Umständen: In der Halbzeitpause des Gruppenspiels gegen Mexiko (0:2) hatte Stürmer Nicolas Anelka den französichen Trainer Raymond Domenech schwer beleidigt. Daraufhin schickte man den England-Profi vom FC Chelsea vom Verband aus vorzeitig nach Hause. Die Emotionen der Spieler schlugen daraufhin hoch, die Mannschaft trat bei einem öffentlichen Training aus Protest gegen diese Maßnahme in den Streik. Domenech soll durch Ex-Nationalspieler Laurent Blanc ersetzt werden, der Wunschkandidat von Escalettes war.

Man muss wissen, dass “Le Foot”, Fußball die populärste Sportart Frankreichs ist. Als identitätsstiftendes Band -gerade zwischen den verschiedenen sozialen und ethnischen Gruppen Frankreichs- gilt hierbei die französische Fußball-Nnationalmannschaft.

Offensichtlich löste der Umstand des Scheiterns mit Skandalcharakter eine Welle des Unmutes in der Grande Nation aus, die bis hin zu den Politikern hochschwappte. Man stelle sich vor, die französiche Sportministern, Roselyne Bachelot erklärte, dass ein Rücktritt des 75-jährigen Escalettes “unvermeidlich” sei. Nicht genug. Es gipfelt darin, dass der Staatspräsident, Nicolas Sarkozy himself, lediglich für ein Gespräch mit Nationalspieler Thierry Henry sogar ein Treffen mit Hilfsorganisationen zur Vorbereitung des G20-Gipfels abgesagte. Als Sahnehäubchen berief Sarkozy für Oktober eine Generalversammlung des französischen Fußballs ein.

Und hier die groteske Fußballgeschichte auf französisch »..

Darf sich Politik derart in den Sport einmischen?