3 Mal Basel: Zweitgebäude am Aeschenplatz von Mario Botta | Hammering Man | BIZ

Unter dem Begriff Basel III beschloss der Basler Ausschuss am Sonntag, 12. September 2010 an der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) neue Regeln für Geschäftsbanken zu bereits bestehenden Eigenkapitalregeln für Finanzinstitute. Die internationalen Finanzwächter verschärfen die Auflagen für Banken: Die Geldinstitute müssen u.a. künftig wesentlich mehr Eigenkapital vorhalten, um gegen mögliche Crashs gewappnet zu sein.

Basel III gilt mit den nach der Wirtschaftskrise angekündigten internationalen Finanzreformen damit als Grundpfeiler der ergriffenen Maßnahmen. Dieses Regelwerk basiert einerseits auf den Erfahrungen mit dem Abkommen Basel II aus dem Jahre 2007 und andererseits auf den Erkenntnissen und Erfahrungen aus der Finanz- bzw. Weltwirtschaftskrise ab 2007.
Demnach sollen Geschäftsbanken weltweit künftig wesentlich mehr Eigenkapital vorhalten. Laut BIZ (Bank für Internationalen Zahlungsausgleich) soll die Kernkapitalquote (Tier 1) von 2013 stufenweise von derzeit vier auf sechs Prozent steigen. Des Weiteren soll es eine neue Vorgabe geben, indem Banken einen Kapitalpuffer von 2,5 Prozent aufbauen sollen. Mit den Regeln, die die Staats- und Regierungschefs der wichtigsten Wirtschaftsnationen (G20) im November 2010 in Korea genehmigen sollen, sollen Banken in künftigen Krisen auch ohne Staatshilfen überleben können.
BIZ-Ökonomen kritisieren Basel III; sie gehen nach einer Studie von nur geringen dämpfenden Effekten auf die Volkswirtschaften aus.