Es hat wohl nichts mit “Gefühlsduselei” zu tun, wenn man sich Gedanken darüber macht, was der normale Weg eines toten Haustieres bedeutet. Dazu liegen strenge gesetztliche Regelungen in jedem Land vor. Dieses wandert in der Regel in die Tierkörperbeseitigungsanstalt, d.h. der tote Tierkörper wird zerstückelt und auf irgendeine Weise weiterverarbeitet. Mehr als verständlich, dass ein solcher Weg von keinem wirklichen Tierfreund gewünscht wird. Doch es gibt Alternativen. Eine davon bietet Marco Casartelli, der seit Juli dieses Jahres als neuer Geschäftsführer das Tierkrematorium, das sein Vater vor elf Jahren in Duggingen gegründet hat, übernommen hat.

Marco Casartelli sieht es als seine Aufgabe, die Menschen, die ihren liebsten, treuen Freund gehen lassen mußten, in ihrer Trauer zu stützen, denn dort wird dem verstorbenen Tier ein würdevoller Abschied ermöglicht. Wer den Weg zum letzten Abschied beim Kleintier-Krematrium Duggingen wählt, weiß genau, was mit dem geliebten Freund geschieht. Nicht nur, dass die Möglichkeit zur Einzelkremierung besteht, obendrein existiert ein sog. PPS, ein PIN-Sicherheits-System mit Kupfermedaille, die mit dem Begleitschein genau jede Einzel-Einäscherung dokumentiert und damit zu 100% garantiert, dass der Tierbesitzer wirklich die Asche seines Lieblings zurückbekommt.

Den Wert einer solchen, allen humanen und ethischen Ansprüchen genügenden Einäscherung schätzt jeder Tierfreund, der nach der traurigen Abgabe im Krematorium nach einigen Tagen die Urne seines treuen Freundes zurück erhält. Irgendwie bereitet dies das Gefühl, als ob das geliebte Tier nun wieder nach Hause geholt werden würde und wenn die Urne dann den endgültigen Platz gefunden hat, dann ist auch der letzte Weg für Mensch & Tier in Würde beschritten.

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