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Brüssel und damit die EU-Finanzminister geben grünes Licht für Irlands Rettungspaket. Die gesamte EU hat sich auf das internationale Hilfspaket in der Höhe von 85 Milliarden € für das hochverschuldete Irland geeinigt. Ebenso billigten die EU-Finanzminister Vorschläge für ein dauerhaftes Rettungssystem wackelnder Eurostaaten von 2013 an.

Das Sondertreffen der Euro-Gruppe– und EU-Finanzminister beschloss am 27./28 November in Brüssel, Irland Kredithilfen in Höhe von insgesamt 85 Mrd. Euro über einen Zeitraum von 36 Monate zu gewähren. Hierfür muss Irland Zinsen in Höhe von 5,83 Prozent (p.a.) zahlen. Von dieser Gesamtsumme, übernimmt Irland selbst 17,5 Mrd. Euro (u.a. durch Rückgriff auf Irlands nationalen Rentenreservefonds – National Pension Reserve Fund / NPRF), wodurch der Umfang der externen Hilfe auf 67,5 Milliarden Euro reduziert werden konnte.

Bereits im April wurden durch das private Unternehmen S& P die Bonitäten einzelner Staaten gesenkt;  angeführt von Griechenland folgten Portugal und Spanien; man mutmaßte bereits, wann Italien und Irland oder gar Frankreich folgen würden.
In Irland benötigte man zwei Volksabstimmungen
, bis die Bürger “Ja” zum EU-Vertrag von Lissabon sagten. Anfang Oktober 2009 votierten nach dem offiziellen Endergebnis 67,1 Prozent für und 32,9 Prozent der Iren gegen das EU-Reformwerk. Und nun stellte ausgerechnet Irland  am 22. November einen Antrag auf Finanzhilfen aus dem Euro-Rettungsschirm.

Der EU-Währungskommissar Olli Rehn in Brüssel sprach von sehr wichtigen Entscheidungen, um keinerlei Unruhe an den Finanzmärkten aufkommen zu lassen. Deutschland ist nach den Worten von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble mit rund 6,1 Milliarden Euro Bürgschaften an der Finanzhilfe für Irland beteiligt.

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