Mit heutigem Datum berichtete die Tagesschau des Schweizer Fernsehen SF, dass Beatrice Weder di Mauro, eine der fünf «Wirtschaftsweisen» sagte, dass die unmittelbare Gefahr in der Euro-Zone läge und dass diese auf auf die ganze Welt ausstrahlen könne.
Obiges Video zeigt die in Deutschland tätige Schweizer Wirtschaftsexpertin im Interview mit Reto Lipp während des WEF am 29. Januar 2011 zur Frage «Die deutsche Wirtschaft ist im letzten Jahr um 3,5% gewachsen – das höchste Wachstum seit der Wiedervereinigung vor zwanzig Jahren überhaupt – muss man also sagen, in Deutschland ist alles in Butter?» In diesem Interview spricht Weder di Mauro mit Reto Lipp über die deutsche Wirtschaft, den tiefen Euro und das Verhältnis zur Schweiz.

Die Ökonomin warnte, dass «Eine Eskalation nur aufgehalten werden könne, wenn die europäischen Regierungen noch konsequenter zum Schuldenabbau übergingen und rasche Reformen einleiteten. Ein radikaler Abbau der Schulden sei alternativlos, betonte sie als Mitglied im deutschen Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung.» Sie ergänzte, das «Der Schuldenabbau sich allerdings noch über mehrere Jahrzehnte hinziehen könne.»

Die Professorin warnte allerdings vor einem etwaigen Ausstieg Griechenlands aus der Eurozone mit einem Zerfall der Währungsunion. Beispielsweise bedeute «Eine Wiedereinführung etwa der Drachme , dass alle Schulden, die auf Euro lauteten, um ein Vielfaches höher wären und nicht zurückbezahlt werden könnten.» Und dies hätte dann zur  Folge, dass der Staat, das Bankensystem und weite Teile des Unternehmenssektors damit bankrott wären.

Absolut empfehlenswert ist das unten verlinkte, aktuelle Interview der NZZ mit Beatrice Weder di Mauro zum Thema Eurokrise vom 18. September 2011.