Das Akronym “BRICS” steht für die fünf aufstrebenden Staaten: Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika. Die BRICS-Länder gaben sich auf ihrem Gipfeltreffen in Neu Delhi selbstbewusst und äußerten Unzufriedenheit bzgl. der Geschwindigkeit der IWF-Reform. Mit der extrem lockeren Geldpolitik der USA, Europa und Japan war man überhaupt nicht einverstanden:

«Es ist entscheidend, dass die fortgeschrittenen Volkswirtschaften verantwortungsvolle makroökonomische und finanzpolitische Maßnahmen ergreifen, eine exzessive globale Liquiditätsversorgung verhindern und sich Strukturreformen unterziehen, um das Wachstum zu erhöhen und Arbeitsplätze zu schaffen».

Als Konsequenz  planen die BRICS den Aufbau einer eigenen gemeinsamen Entwicklungsbank.

Die ursprüngliche Abkürzung “BRIC” stammt von Jim O’Neill dem Chefvolkswirt der Großbank Goldman Sachs. Er sprach zuerst von den sog. aufstrebenden Schwellenländern und verwendete die Bezeichnung in einer Reihe von Veröffentlichungen u.a. mit der Idee der Next Eleven als “Nachfolger” der BRICS-Staaten. Diese fünf Staaten, wovon vier   Schwellenländer sind, haben jährliche Zuwachsraten von etwa 5 bis 10 %. Im Vergleich dazu die EU mit etwa 2 % – deshalb sagen einige Prognosen voraus, dass die BRICS bis 2050 die G8-Staaten wirtschaftlich in den Schatten stellen könnten.

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