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Der aktuelle Monatsbericht 64. Jahrgang Nr. 8 der Deutschen Bundesbank August 2012 spricht eher von gedämpften Konjunkturerwartungen innerhalb des Euro-Raumes und auch für Deutschland. Auf Seite 9 des 156 Seiten umfassenden Berichtes ist zu lesen:

«Die Konjunktur in Deutschland könnte nach der Jahresmitte 2012 stärker als bisher durch die Verunsicherung im Euro-Raum beeinträchtigt werden. Hierfür spricht, dass sich die Geschäftsaussichten der gewerblichen Wirtschaft nach den Umfragen des ifo Instituts im zweiten Vierteljahr beträchtlich eingetrübt haben. Neben den Vertrauenseffekten auf die Investitionstätigkeit sind vor allem die direkten Wirkungen über den Außenhandel von Bedeutung

Betrachtet man die Grafik auf der rechten Seite, (Seite 20/156 Bericht) sieht man die Gesamtwirtschaftliche Produktion im Euro-Raum, darunter Deutschland, gefolgt von Frankreich, Italien und Spanien. Frankreichs Konjunkturkurve stagniert, Italien zeigt einen deutlichen Rückgang und Spanien ist ebenso auf dem Abstieg, wenn auch etwas weniger als Italien. Im Gegensatz dazu Deutschland, dessen BIP immer noch ansteigt. Im Bericht ist folgendes zu lesen:

«Nach den bisher vorliegenden Angaben für 13 Länder standen einer BIP-Zunahme in Deutschland (¼%) und in einer Reihe von kleineren Ländern sowie einer Stagnation in Frankreich erneut deutliche Rückgänge in Italien (¾%), Spanien (½%), Portugal (1¼%) und Zypern (¾%) gegenüber. Erstmals in diesem Jahr sind auch die Volkswirtschaften Belgiens und Finnlands geschrumpft. In Griechenland, dessen statistisches Amt keine saisonbereinigten Daten mehr veröffentlicht, wurde der Vorjahrsstand um 6¼% und das vergleichbare Vorkrisenniveau um 17½% unterschritten. In den EWU-Ländern ohne Deutschland ist die gesamtwirtschaftliche Produktion seit dem Frühjahr 2011 kalenderbereinigt um nicht weniger als 1% gesunken.»