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WortDesJahres2012

lautet das Wort des Jahres, welches am 14.12.2012 von der GfdS auserkoren wurde. Schon wieder kein eigentliches Wort, eher ein Begriff zusammengesetzter Wortbestandteile. In sich konträr und somit spiegelt er exakt das Groteske der augenblicklichen Rettungsaktionen wider. In der instabilen europätischen Wirtschaftslage wurden und werden immer wieder zahlreiche wiederkehrende Maßnahmen unternommen, um endlich eine Stabilisierung zu bewirken. Auf Platz 2 bis zehn folgten die nachfolgenden Begriffe:

1. Rettungsroutine
6. Netzhetze
2. Kanzlerpräsidentin
7. Gottesteilchen
3. Bildungsabwendungsprämie
8. Punk-Gebet
4. Schlecker-Frauen
9. Fluch-Hafen
5. wulffen  *)
10. ziemlich beste …

In der Pressemitteilung der GfdS ist hierzu zu lesen: “Während eine Rettung im eigentlichen Sinn eine akute, initiative, aber abgeschlossene Handlung darstellt, beinhaltet Routine – als Lehnwort aus dem Französischen – eine wiederkehrende, wenn nicht gar auf Dauer angelegte und auf Erfahrungen basierende Entwicklung.”

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*) Wieder hat ein Politiker es geschafft, durch seine Handlungen bzw. Nichthandlungen ein neues Verb zu prägen, das gleich mehrere Bedeutungen vereint. So steht wulffen auf Platz 5 nicht nur für das Hinterlassen wütender Nachrichten auf einem Anrufbeantworter, nicht nur für illegitime Vorteilsnahme, sondern auch dafür, mit der Wahrheit nicht im Ganzen, sondern »scheibchenweise« nach und nach herauszurücken.