London-30StMaryAxeNach Frankreichs Herabstufung auf AA1 im November 2012 folgt nun auch Großbritanniens.

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Am Freitag, 22. Februar 2013 meldeten die Medien, dass Grossbritannien durch die amerikanische Ratingagentur Moody’s die Bestnote AAA entzogen wurde. Moody’s News titelt “Moody’s downgrades UK’s government bond rating to Aa1 from Aaa; outlook is now stable“. Damit verliert Grossbritanien die Bonitätsbestnote „Aaa“ und ist nun wie Frankreich auf „Aa1“ herabgestuft, allerdings mit Hinweis, dass der Ausblick stabil bleibt.

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Begründet wurde dieser Schritt von Moody’s über drei Punkte*)

The key interrelated drivers of today’s action are:
1. The continuing weakness in the UK’s medium-term growth outlook, with a period of sluggish growth which Moody’s now expects will extend into the second half of the decade;
2. The challenges that subdued medium-term growth prospects pose to the government’s fiscal consolidation programme, which will now extend well into the next parliament;
3. And, as a consequence of the UK’s high and rising debt burden, a deterioration in the shock-absorption capacity of the government’s balance sheet, which is unlikely to reverse before 2016.

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Im SPIEGEL war am 22. Februar zu lesen:

 Großbritanniens Finanzminister George Osborne erklärte, die Herabstufung sei eine harsche Erinnerung daran, wie ernst die Schuldenprobleme des Landes seien. Die neue Benotung werde die Entschiedenheit der Regierung verdoppeln, die Wirtschaft wieder auf Kurs zu bringen.

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*) Übersetzung:

Die in Wechelbeziehungen stehenden Treiber der heutigen Aktionen sind:
1. Die anhaltende Schwäche der mittelfristigen Wachstumsaussichten Großbritanniens, mit einer Periode schleppenden Wachstums, welche Moodys nun so erwartet, dass sie sich in die zweite Hälfte des Jahrzehnts verlängern wird;
2. Die Herausforderungen, die gedämpfte mittelfristige Wachstumsaussichten erwarten ließen,  stellen ein Problem für die Haushaltskonsolidierung des Regierungsprogramm dar, das nun bis ins nächste Parlament reichen wird;
3. Und als Folge der hohen und weiter steigenden Schuldungbelastung von Großbritannien resultiert eine Verschlechterung der Schock-Absorptionsfähigkeit der Regierungsbilanz, die kaum vor 2016 umzukehren sein wird.