EU-European_Economic_ForecastMit heutigem Datum publizierte die Europäische Kommission die Herbstprognose 2014 mit dem Zusatz «Langsame Erholung bei äußerst niedriger Inflation» – Europas Deflationsangst ist so groß wie nie. Deutschland, der Motor der EU zieht nicht mehr voran; bereits vor einem Monat publizierte die CESifo-Gruppe München “Deutsche Wirtschaft stagniert – Jetzt Wachstumskräfte stärken“. Deutschland, die Konjunkturlokomotive Europas wird wohl nach dem negativen Frühlingsquartal auch im dritten Quartal stagnieren. Die FAZ titelt sogar, dass “Deutschland am Rand der Rezession” stehe.

Und führt weiter aus: […] «Ziel müsse sein, die industrielle Basis Deutschlands zu vergrößern. Jetzt sei die richtige Zeit, Investitionen mit Priorität zu behandeln. Reformen müssten auch in Deutschland an Nummer eins stehen.»[…] Allerdings könnes es laut Jyrki Katainen, Jyrki Katainenizepräsident der EU-Kommission, nicht angehen, dass Deutschland allein die Rolle übernähme, das Wachstum in der EU und der Eurozone anzukurbeln.

Das größte Sorgenkind der EU ist allerdings Frankreich und auch Italien, während es bei Irland, Spanien und Griechenland erste Lichtblicke gibt. Wörtlich ist bei Presse.Com zu lesen:

«Als eines der größten Sorgenkinder in der Euro-Zone gilt derzeit Frankreich. Die nach Deutschland zweitgrößte Volkswirtschaft im Währungsraum wird der Brüsseler Behörde zufolge 2014 nur um 0,3 (bisherige Prognose: 1,0) Prozent und 2015 um 0,7 (1,5) Prozent zulegen. 2016 soll das Wachstum dann mit 1,5 Prozent wieder stärker ausfallen, aber immer noch geringer als im Schnitt der Euro-Länder. “Trotz spürbarer Ausgabenkürzungen dürften Frankreichs Staatsdefizit und die Schuldenstandsquote weiter steigen“, moniert die Kommission. Das Haushaltsdefizit der Franzosen werde von 4,4 Prozent 2014 auf 4,7 Prozent 2016 zulegen – die erlaubte Obergrenze liegt aber bei nur drei Prozent der Wirtschaftskraft

Derzeit spiegeln die internationalen Finanzmärkte ein wachsendes Gefühl der Verunsicherung wider. Die Anleger sind nervös; der DAX rutscht auf ein Jahrestief. Es erklärt sich zu einem guten Teil mit Unsicherheit über die weitere wirtschaftliche Entwicklung der Welt.

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