Euroscheine

Der Spiegel spricht von Drahis Doppelfehler. Draghi schmeißt die Gelddruckmaschine an und hofft durch eine expansive Geldpolitik, die Wirtschaft anzukurbeln und gleichzeitig die Inflationrate wieder ansteigen zu lassen. Mit aller Macht möchte man einer Deflation entgegenwirken. Aber befindet sich die EU-Wirtschaft wirklich bereits auf dem Weg dort hin?

Zwar fallen die Preise und die Inflation ist niedrig, doch nach wie vor kaufen die Konsumenten und die extrem niedrige Infaltionsrate ist vor allem auf den niederigen Ölpreis zurückzuführen.

Wörtlich ist im Spiegel zu lesen «[…] davon kann wohl kaum die Rede sein, wenn nahezu alle Verbrauchsgüter Monat für Monat im Schnitt um 0,7 Prozent teurer werden, zuletzt sogar mit steigender Tendenz. Der einzige Preis, der seit Monaten fällt, ist der Ölpreis – und das ist nicht schlecht, sondern gut für die KonjunkturZudem setze Draghi falsche Signale, indem sein Programm zwei falsche Botschaften vermittle, «Das erste Signal geht an die Südländer und lautet: Es ist nicht schlimm, wenn ihr noch mehr Schulden macht. Die Botschaft an die Deutschen und ihre (wenigen) Verbündeten heißt: Die Folgen werden euch nicht treffen

Das Handelslblatt sieht diesem Unterfangen mit großer Skepsis entgegen, spricht man gar davon, dass die EZB damit ganz Europa in den Ruin reiße, denn so wörtlich «Gelddrucken löst keine Probleme und niedrige Zinsen waren vor dem letzten Crash das größte Problem».

Die FAZ titelt mit «Die EZB-Geldpolitik macht Reiche noch reicher» und erläutert das Problem, welches sich als Folge der gewagten Geldpolitik in Form der größer werdenden Einkommensschere.