Gemeinschaftsdiagnose
Im Vergleich zu 2014 hat der diesjährige Bericht der Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose um 8 Seiten zugelegt und ist auf ein 92-seitigiges Gutachten angewachsen. Auch in diesem Jahr klingt der Titel wiederum recht zuversichtlich: «Kräftiger Aufschwung dank günstigem Öl und schwachem Euro». Kaum wurde das Gutachten offiziell zu Publikation freigegeben, reagieren die Medien mit vielerlei Schlagzeilen.

Auf Seite 35 des Gutachtens ist Folgendes unter Überblick zu lesen:

[…] Die deutsche Wirtschaft expandiert kräftig. Sie wird stimuliert von einem massiven Rückgang der Ölpreise und der weiteren Lockerung der monetären Rahmenbedingungen. Letztere hat zu einer Abwertung des Euro seit Sommer vergangenen Jahres beigetragen. Der private Konsum profitiert vom Ölpreisverfall, der die Kaufkraft der Verbraucher stärkt. Zudem wird er von steigenden Löhnen und Leistungsausweitungen bei der Rente angeregt. Die Exporte erhalten Impulse durch den merklich gesunkenen Außenwert des Euro und die Erholung im Euroraum. Dies dürfte die Investitionstätigkeit der Unternehmen, der es bislang an Schwung fehlte, allmählich beleben, zumal der Energiepreisrückgang die Gewinne stärkt und die Finanzierungsbedingungen wegen der niedrigen Zinsen ausgesprochen günstig bleiben. Besonders kräftig war die gesamtwirtschaftliche Expansion im zurückliegenden Winterhalbjahr.
Mit dem Abklingen der die Kaufkraft stimulierenden Effekte dürfte die Konjunktur etwas an Fahrt verlieren. Die deutsche Wirtschaft wird bis zum Jahresende ihre Kapazitäten wieder annähernd normal auslasten und im weiteren Verlauf mit Raten zulegen, die in etwa der Wachstumsrate des Produktionspotenzials entsprechen. […]

Eckdaten

Medienreaktionen:

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