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Der erste Wahlgang französische Präsidentschaftswahl 2017 ist vollbracht. Frankreich hat sich gestern am 23. April 2017 eindeutig für zwei Kandidaten entschieden. Rein farblich -in ocker und schwarz- ist das Ergebnis bereits eindeutig: Das beste Ergebnis aller elf Kandidaten erreichte der sozialliberale, pro-europäische, parteilose Emmanuel Macron mit 23,9%. Auf Marine Le Pens Front National (FN) fielen 21,4% aller Stimmen.

Es war eine Protestwahl
– weg vom ursprünglichen Parteiensystem,
hin zu extremen  Alternativen:

  • entweder mit dem Front National (FN) rein Ruck komplett nationalistisch nach rechts
  • oder mit der Bewegung «En Marche !» zu deutsch „Auf dem Vormarsch !“ (mit einem Leerschlag vor dem Ausrufezeichen) zur Erneuerung des politischen LebensAssociation pour le renouvellement de la vie politique.

Beide Varianten haben nichts mit dem, was ursprünglich als etabliertes Parteiensystem in Frankreich galt, zu tun.

Der Senkrechtstarter Macron, der von August 2014 bis August 2016  unter Präsident François Hollande Wirtschaftsminister war, wird nicht zu Unrecht als “Rakete” bezeichnet. Erstens wäre er mit seinen 39 Jahren der wohl jüngste Präsident, zweitens wurde die Vereinigung «En Marche !» erst vor etwas mehr als einem Jahr am 6. April 2016 im nord-französischen Amiens, dem Geburtsort von Macron, gegründet. Im Übrigen war Macron von 2006 bis 2009 Mitglied der Sozialistischen Partei (Parti Socialiste, PS).

Frankreich – Quo vadis?

In welche Richtung Frankreich steuert? Das bestimmen die Wählerinnen und Wähler in zwei  am 7. Mai 2017, dann wenn Macron und Le Pen zur Stichwahl für die Präsidentschaftswahl 2017 zur Verfügung stehen.

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