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Mann fragt mich, weswegen es
ausgerechnet das «Tennisarmband» sein muß?
Alors, pourquoi en fait? Je réfléchis…

Muß es denn das «Tennisarmband» sein, weil es in diesem Jahr das dreißigjährige Jubiläum feiert?

Im Augenblick ist das «Tennisarmband» bei allen Schmuckanbietern im Netz und TeleShopping-Sendern wieder en vogue, weil es vor genau dreißig Jahren sozusagen getauft wurde.

Die Namensgebung stammt von keiner Geringeren, als der ehemaligen US-amerikanischen Tennisspielerin und langjährigen Weltranglistenerste, Chris Evert. Die Spitzensportlerin trat 1987 beim Spiel der US Open auf dem Platz mit ihrem Glücksbringer, einem über und über mit Brillanten besetzten Rivière-Armband an. Doch wie es die Geschichte so will, verlor die Tennisspielerin doch tatsächlich während des Spiels ihr geliebtes Schmuckstück, was dazu führte, dass das Match eigens für sie unterbrochen wurde. Von diesem Tag an war das bis anhin unter dem Namen bekannte “Eternity-Diamant-Armband” oder “Rivière-Diamant-Armband” schlicht als «Tennisarmband» berühmt.

Dieses Brillieren! Dieses Feuer! 
Dieses Funkeln in den Farben des Regenbogens!

Leider sind diese Effekte via Foto oder Video nur sehr rudimentär einzufangen.

Oder ist es der besonders im Marketing bekannte “Me-too-Effekt”
– Müssen wir wirklich jeden Mist mitmachen?

Jede schmuckverliebte Frau möchte den Klassiker schlichhin besitzen. Und zugegebener Maßen ist es ansteckend, wenn man auf den TeleShopping-Sendern diese über und über mit Brillanten besetzen Rivière-Diamant-Armbänder für unter zwei Tausend Euro angeboten bekommt und dies sogar noch mit der Möglichkeit einer Ratenzahlung. Bei den Juvelieren vor Ort würde man für ein mit 54 Brillanten besetzes Armband Weiß/Piqué1 (insgesamt ca. 1,00ct) in 585er Gold vorneweg das Doppelte bezahlen. Und man sieht ja, wieviele Schmuckbegeisterte zugreifen und bestellen…

Gibt es überhaupt einen rationalen Grund für Schmuck?

“rational”, das ist laut Duden

  1. von der Ratio bestimmt
  2. vernünftig, [überlegt und] sinnvoll

Von “der Vernunft bestimmt” – nun ja, da würde jede schmuckbegeisterte Frau aufschreien, denn Schmuck erzeugt in erster Linie Emotionen. Schmuck macht glücklich und in diesem Sinne hat Schmuck erst einmal nichts mit “Vernunft” zu tun. Schmuck ist eine Passion, ein Faible, eine besondere Leidenschaft. Man schmückt sich, um sich schön zu machen, um sich wohl und gut zu fühlen, um zu gefallen. Und in diesem Sinne ist Schmuck etwas, was “Balsam für die Seele” ist. Etwas, was gut tut und ein grundlegendes Bedürfnis ist, dem die Menschen schon vor tausenden von Jahren mit sogenannten Ziergegenständen nachgekommen sind.
Schmuck, wie das «Tennisarmband» ist in zweiter Linie eine Wertanlage. Denn Schmuck in dieser Kategorie zählt bereits zu den Juwelen; sowohl der Gold-, als auch der Diamantpreis bewegen sich stetig nach oben. Die Investition beginnt bei unter zweitausend Euro und reicht locker in Höhe des Wertes eines Kleinwagens – nach oben, eigentlich  keine Grenze.

Doch möchte ich dieses Posting nicht ohne eine Hommage an dieses brillante Schmuckstück, das «Tennisarmband» enden lassen. Jede glückliche Besitzerin wird tausend Mal am Tag auf ihr Handgelenk schauen und permant aufs Neue von der Brillanz und dem Feuer des Schmuckstückes begeistert sein. Es ist eine Freude, dieses Funkeln und Blitzen bei jeder noch so leichten Bewegung zu beobachten! Und es ist historisch belegt, dass es ein menschliches Bedürfnis ist, sich seit Jahrtausenden zu schmücken und wenn Frau das 30-jährige-Jubläum des «Tennisarmbandes» monetär nutzen und es sich sogar leisten kann, ein solches zu besitzen, dann ist dieser Kauf in Zeiten steigender Diamant- und Goldpreise durchaus rational.

Auch Marilyn Monroe wußte:

Diamonds Are a Girl’s Best Friend

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