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update: 2017-06-23 Hitzetag – am  Freitag, 23. Juni 2017 kletterten die Temperaturen ÜBER 36°C im Schatten. Sogar im Wallis wurden nach einer Tropennacht, Rekordwerte erreicht. Laut SRF METEO wird «der 23. Juni 2017 wird in die meteorologischen Jahrbücher eingehen

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Ich liebe die Wärme, die Sonne, den Sommer. Dennoch – gestern, am 20. Juni, (Bild) einen Tag vor dem Beginn des astronomischen Sommers hatten wir ÜBER DREISSIG Grad Celisus im Schatten!
BAM_Lizenziatsarbeit_CO2-Abgabe_Juni_1995_small_blackWo soll das noch hinführen? Jetzt haben wir erst Sommeranfang, der eigentliche (Hoch-)Sommer findet in unseren Breitenkreisen eigentlich erst im Juli und August statt. Als ich noch Kind war -das hört sich jetzt komisch an, aber das war so-  wußte man bei sonnengebräunten Leuten genau, dass sie aus den Spanien- oder Italienferien kamen, denn bei uns konnte man gar nie diese tiefe Bräune erreichen. Normalerweise schlug das Wetter spätestens nach ein, zwei, drei Tagen Sonne wieder um – so heiß wie die letzten Jahre wurde es sowieso nie.

Noch im Juni 1995, vor 18 Jahren, als ich in meiner Wirtschaftswissenschaftlichen Lizenziatsarbeit im Fachgebiet Prozeßpolitk am Rande (neben ökonomischer Analysen) das Thema «künftige Klimaszenarien» streifte, hörte sich das für die meisten wie ein nicht wahrhabenwollendes Schreckensgespenst an. Doch nun setzt genau das ein, was Wissenschaftler vor über zwanzig Jahren bereits prognostiziert hatten: Der Treibhauseffekt ist inzwischen längst im Gange. Die globalen Auswirkungen, die wir uns vor zwanzig Jahren noch nicht ausmalen konnten, sind bereits Realität geworden:

  • Erhöhung des Meerespiegels
  • Schmelze der Pole und Gletscher
  • Zunahme  in Häufigkeit und Stärke von Klimaextremen
  • allgemein stärkere Niederschläge, doch ungleich verteilt.

Anhand komplexer Klimamodelle wußte man genau, was da auf uns zukommen würde. Genau aus dieser Einsicht heraus wurde bereits am 12. Juni 1992 in Rio de Janeiro von mehr als 150 Staaten die Klimarahmenkonvention unterzeichnet. Und die kleine Schweiz stand bereits vor der vom Bundesrat für 1996 geplanten Schweizerischen CO2-Abgabe. Wobei “kleine” in keiner Weise abwertend, sondern gegenteilig gemeint ist, denn den Schweizern war wohl schon damals das Ausmaß der Konsequenzen bewußt und man wollte aktiv dagegen angehen.
[Meine Aufgabe bestand im Übrigen darin es, das Instrument der Lenkungsabgabe unter wirtscshaftswissenschaftlichen Aspekten hinsichtlich ökonomischer Auswirkungen und Allokationsproblematiken zu analysieren.]

… dennoch konnte -trotz aller Anstrengungen- der Prozeß der Klimaerwärmung nicht aufgehalten, allerdings mit Sicherheit verlangsamt werden.

Und die Wetteraussichten für die nächsten Tage?

Es bleibt heiß, morgen Donnerstag, soll wohl der heißeste Tag werden!

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Allerdings möchte ich hier nicht Trübsal blasen.
Lediglich ein paar Reflexionen über das Ganze.

Laßt uns denn SOMMER genießen!

Es ist Sommersonnenwende!

Mittsommer, heute ist der längste TAG im Jahr!

… und so jung komen wir nicht mehr zusammen!

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