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Vor zwei Stunden habe ich den Buchdeckel geschlossen, das Buch wieder zurechtgebogen – bei mir werden am Ende immer alle Bücher schief – den Einband wieder zurechtgerückt und mit einem Lächeln auf den Lippen wieder ins Bücherregal zurückgestellt.
Ergreifend schön! Besonders das Finale war großartig.

Obwohl, mit Abstand und objektiv betrachtet ist die Geschichte, die Liebesgeschichte, die uns Benoîte Groult erzählt, nichts außergewöhnliches. Für jeden, der ein Sachbuch lesen möchte oder einen der großen Klassiker vor Augen hat, wird enttäuscht sein und sollte tunlichst die Finger davon lassen. Doch all diejenigen, die für ein paar Stunden ent- und verführt werden möchten, zuweilen auch mit etwas Kitsch, werden Gefallen daran finden.
Das Buch umspannt gute dreißig Jahre, von der unschuldigen Jugendliebe bis zur genußvollen, gegenseitigen Auskostung der beiden gereiften Liebenden. Die Handlung an sich findet, gelinde gesagt, zumeist in der Vereinigung zweier Menschen statt. Das, was an Gedanken, Gefühlen und Wahrnehmungen stattfindet, wird ehrlich, offen und unverblümt beschrieben. Leidenschaft, Sensualität und Erotik. Und natürlich mit heftigstem Herzensschmerz im Abgang… er ist am Ende unendlich groß… als klar ist, dass der Kormoran seine Flügel niemals mehr aufspannen würde.

Für mich hat dieser Roman – auch nach einem Vierteljahrhundert Abstand – bis ans (bittere) Ende seinen Zauber bewahrt und am Schluß auch wieder feuchte Augenlider bewirkt.
Eine französische Liebesgeschichte, wie sie im Buche steht – je l’aime.

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