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Sämtliche Wachstumsprognosen werden revidiert.

Das Coronavirus SARS-CoV-2 ist dabei, peu-à-peu die Weltwirtschaft in die Knie zu zwingen. Knapp hundertausend Infizierte 96’888 am heutigen Donnerstag sind weltweit betroffen, im Hauptland China in etwa 80’000. Jedoch zeigt die Betrachtung der grafischen Darstellung eindeutig, dass China das Ganze langsam in den Griff zu bekommen scheint, die orange Kurve flacht ab – im Gegensatz zum Rest der Welt, dessen Kurvenanstieg in gelb erst am Beginn ist; über den Kurvenverlauf in demokratisch geführten Ländern kann man nur spekulieren.

COVID-19

Seit Januar diesen Jahres bestimmt das Coronavirus in China das tägliche Leben, welches durch die strengen Quarantäne-Maßnahmen nahezu zum Erliegen gekommen ist. Die Folge davon ist unter anderem der komplette Einbruch in der PKW-Branche; in den Medien (CNBC) ist zu lesen, dass die Autoverkäufe in China in der ersten Februarhälfte um 92 Prozent eingebrochen sind. Vor dem Hintergrund, dass China als wichtigster Absatzmarkt für die PKW-Industrie weltweit gilt, sind die Folgen für Europa absehbar. Für kleine und mittelständische Unternehmen europäischer Firmen wird die Luft immer dünner, so in der NZZ nachzulesen «Die in China angesiedelten europäischen Firmen leiden besonders unter der gesunkenen Nachfrage, Unterbrechungen in der Logistikkette, dem Mangel an Arbeitskräften, die noch nicht zurückgekehrt sind, und den Unsicherheiten bei den Planungen. »

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) läßt in seinem Statement vom 26. Februar 2020 verlauten, dass «ein wirtschaftlicher Schaden für Europa und Deutschland unausweichlich sein wird. » […] «Es ist nicht absehbar, wie gravierend die Folgen für Deutschland sein werden.» […] Über die Hälfte der deutschen Exporte geht nach Europa, sieben Prozent nach China. Deshalb ist es ein «… denkbar ungünstigen Zeitpunkt, denn wegen globaler Handelskonflikte, des Brexits und der Probleme der Automobilbranche ist die deutsche Wirtschaft eh schon angeschlagen…»

Die Internationale Tourismus-Börse (ITB) und die Leipziger Buchmesse wurden abgesagt; die Hannover-Messe wurde in den Sommer verschoben. In der Folge werden gebuchte Hotelübernachtungen storniert… In Italien werden alle Schulen und Universitäten bis Mitte März geschlossen. Und so fällt ein Dominostein auf den anderen. Die Welt ist global vernetzt.

Die direkten Auswirkungen an den Börsen waren bereits die letzten Tage an den massiven Kurseinbrüchen in den Charts nicht zu übersehen. Der Internationale Währungsfonds (IMF) nimmt seine Prognose für das globale Wirtschaftswachstum zurück. Auch die OECD ist dieser Meinung und spricht sogar von eine voraussichtlichen Halbierung des Wachstums von etwa plus anderthalb Prozent. Die FED senkt den Leitzins am 3.3.2020 überraschend -oder auch nicht- in den Korridor von von 1 bis 1,25 Prozent. Wir werden sehen, wie sich das Ganze entwickeln wird und hoffen, dass sich die Geschwindigkeit der Fallzahlen nicht überschlagen wird. Es kann jeder einzelne im Kleinen dazu beitragen.